
Doch wie in vielen Unternehmen wuchs die IT- und Datenlandschaft über Jahrzehnte organisch. Neue Systeme kamen hinzu, alte blieben bestehen. Das Ergebnis: verteilte Datensilos, inhomogene IT-Architekturen und nicht kompatible Formate. Aus einer einst klaren Struktur wurde ein komplexes IT-Ökosystem.
Daten für neue Anwendungen mussten mühsam aus verschiedenen Quellen zusammengesucht und die jeweils unterschiedlichen Datenmodelle in das der Anwendung transformiert werden. Das Ziel war klar: Weg von verstreuten Einzellösungen, hin zu einer zentralen, verständlichen Datenbasis, die den Zugriff auf Informationen einfach, sicher und konsistent ermöglicht.
Gemeinsam mit SEW haben wir einen Enterprise Knowledge Graph aufgebaut – eine zentrale Plattform, die Ordnung in das Chaos bringt. Grundlage ist ein Data Fabric Framework, das auf Semantic-Web-Technologien basiert.
Im Kern steht eine einheitliche Semantik, die Daten systemübergreifend verständlich und verknüpfbar macht. Mit ECLASS als „Wörterbuch“ werden Eigenschaften und Begriffe eindeutig referenziert – „Color“ und „Farbe“ bedeuten ab sofort dasselbe. So wachsen unterschiedliche Quellen zu einer durchgängigen Datenbasis, dem Enterprise Knowledge Graph, zusammen. Dadurch sind komplexe Abfragen über alle Systeme hinweg möglich und Daten können konsistent sowie automatisiert bereitgestellt werden.
Aus der chaotischen Vorratskammer wird so eine strukturierte Speisekammer: Daten werden harmonisiert, beschriftet und sinnvoll miteinander verknüpft. Aus der Sammlung von Zutaten entsteht das Kochbuch: der Knowledge Graph, der Informationsquellen verknüpft und abfragbar macht. Daraus entstehen schließlich die fertigen Gerichte: digitale Zwillinge, die Applikationen und Smart Services zuverlässig mit den passenden Informationen versorgen. Mithilfe der Asset Administration Shell (AAS) stellen wir sicher, dass digitale Zwillinge standardisiert und in allen Systemen nutzbar sind.
Die Data Fabric ist kein statisches System, sondern ein lebendiger Prozess:
Mit der von M&M Software entwickelten Data Fabric wurden verstreute Datenquellen über eine einheitliche Schnittstelle zugänglich gemacht. Anwendungen greifen heute auf harmonisierte Daten zu. Das spart Zeit, reduziert Komplexität und beschleunigt Prozesse.
Unsere Lösung eröffnet SEW zudem viele neue Möglichkeiten für digitale Services, beispielsweise Predictive Maintenance und die Anbindung des Asset Management Systems. Kunden erleben ihre Maschinen nun über den gesamten Lebenszyklus hinweg, von der Entwicklung bis zum After-Sales. Unsere Plattform ist beliebig skalierbar und kann schrittweise auf weitere Use Cases ausgeweitet werden.
Auch intern sorgt die Lösung für Effizienz: Routineaufgaben wie Datenformatierung, Mapping oder das Einbinden neuer Quellen werden stark reduziert. Das Datenmanagement wird verbessert und lange Abstimmungen entfallen. Das Ergebnis der Data Fabric sind wertvolle Einblicke, neue Umsatzpotenziale und durchgängig optimierte Prozesse.
Technologie Backend:
Technologie Frontend: