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Manufacturing X

Datenraum Industrie 4.0

Eine Infrastruktur für Datensouveränität.

Manufacturing-X wurde im Jahr 2024 von der Plattform Industrie 4.0 ins Leben gerufen. Es setzt die bisher erarbeiteten Konzepte und Standards der Industrie 4.0 erstmals in der Praxis um und verbreitet sie in der gesamten Industrie. 
Das Projekt wurde gemeinsam von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ins Leben gerufen und setzt den Datenraum Industrie 4.0 um. Während sich Catena-X bisher auf die Automobilindustrie und ihre Zulieferer konzentrierte, ist Manufacturing-X auf die gesamte Industrie ausgerichtet.

 

Data Spaces

Um industrielle Lieferketten zu digitalisieren, müssen die Marktteilnehmer einen standardisierten Datenaustausch sicherstellen. Die Konzepte und Technologien der Data Spaces spielen dabei eine wichtige Rolle.

Sie ermöglichen industrieweite Marktplätze, die die Interoperabilität zwischen verschiedenen Segmenten sicherstellen. Das ist besonders wichtig, da Unternehmen an unterschiedlichen Wertschöpfungsketten beteiligt sind. In der Vergangenheit war der Austausch mit verschiedenen Partnern oft mit hohen Kosten verbunden. Mit Data Spaces können Unternehmen effizienter zusammenarbeiten und die Vorteile der Digitalisierung nutzen.

Mehr zu Data Spaces

Strategie Manufacturing-X

Manufacturing-X verfolgt das Ziel, eine gemeinsame Infrastruktur für Datensouveränität zu schaffen, um branchenübergreifende Anwendungen zu ermöglichen. Im Rahmen des Gesamtprojekts Manufacturing-X werden verschiedene Teilprojekte initiiert, die jeweils einzelne Themen und Use Cases vertiefen.

Dabei wird eine klare Strategie zur Auswahl und Priorisierung der Projekte angewendet. Jede eingebrachte Projektinitiative muss mindestens eines der strategischen Ziele von Manufacturing-X adressieren: Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit. 

Resilienz

Manufacturing-X soll Abhängigkeiten reduzieren und flexiblere Lieferketten aufbauen, um besser auf zukünftige Herausforderungen reagieren zu können.

Nachhaltigkeit

Mit Manufacturing-X werden die wirtschaftlichen Interessen der Industrie mit dem Schutz der Umwelt in Einklang gebracht. Neue Geschäftsmodelle, eine geschlossene Kreislaufwirtschaft und gesteigerte Effizienz sind wichtige Schritte zur Förderung der Nachhaltigkeit.

Wettbewerbs-
fähigkeit

Manufacturing-X setzt sich für Chancengleichheit ein und bekämpft Monopole, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Durch die Förderung digitaler Innovationen wird die führende Position der deutschen und europäischen Industrie auf globaler Ebene weiter ausgebaut.

Weiterhin muss bewertet werden, ob die Projektziele 

  • deutliche Gewinne / Einsparungen versprechen
  • auch für Kleinbetriebe und mittelständische Unternehmen anwendbar sind
  • in angemessener Laufzeit abgeschlossen werden können 
  • und natürlich, ob sie mit den vorhandenen Technologien, Frameworks und Konzepten zusammenpassen.

Aktuell im Fokus: Factory X.

Unter den Manufacturing-X Förderprojekten verdient Factory-X besondere Aufmerksamkeit. Angeführt von SAP und Siemens arbeiten etwa 50 Partner aus Industrie, Forschung und Verbänden zusammen, um das Konzept der Smart Fabrics - die Digitalisierung des Shop Floors - voranzutreiben. Hier kreuzen sich viele Wertschöpfungsketten verschiedener Lieferanten: Einige Unternehmen liefern bspw. Komponenten und Anlagen für die Fertigungslinien, andere Materialien, Komponenten und Dienstleistungen für die hergestellten Produkte.

Data Act: Geschäftsmodell Datenspende

Data Spaces: Digitale Innovationen für Europa

Rolf Engesser 

Rolf Engesser hat langjährige Erfahrung in Software- und Beratungshäusern und hat schon in der Pionierzeit des Internets als Architekt größere Lösungen entworfen.. Nach einigen Jahren in der Industrie wechselte er im Jahr 2021 zu M&M Software, wo er mittlerweile das Competence Center Industry 4.0 & Digital Twin leitet. Durch seinen Werdegang vereint er sowohl tiefe Expertise in der Softwareentwicklung als auch Verständnis für die Prozesse in einem Industrieunternehmen. 

"Mit Manufacturing-X wird die Digitalisierung in der Industrie erstmals auf ein gemeinsames Gleis gesetzt. Viele Unternehmen haben nun die Chance, zuzusteigen und Geschwindigkeit aufzunehmen. Man sollte jetzt aufpassen, dass man den Anschluss nicht verpasst und nicht Gefahr läuft, den sichergeglaubten Zugang zu manchen Märkten zu verlieren.“
 

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