Auch wenn die klassische Automatisierungspyramide sich im Zeitalter von Cloud und IoT stark wandelt, wird die SPS in der Fabrikautomation, aber auch in anderen Bereichen als hochzuverlässiges Arbeitspferd weiterhin eine tragende Rolle spielen. Immer vorausgesetzt, der Hersteller schafft es, das Leistungsspektrum seiner Steuerungskomponenten an die neue Automatisierungswelt anzupassen.

Neue Rolle der SPS im Zeitalter von IoT und Industrie 4.0

Eine traditionelle SPS mit reinem IEC61131-3 Laufzeitsystem wird diesen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Geprägt vom Zusammenwachsen von Information Technology (IT) und Operational Technology (OT) werden zukünftig hochflexible Steuerungssysteme gefragt sein, die neben der traditionellen Ablaufsteuerung auch die wichtigsten Schlüsseltechnologien für Industrie 4.0 beherrschen:

  1. Cloud-Konnektivität und Unterstützung von Edge-Szenarien
  2. Ablaufumgebung für containerisierte Funktionserweiterungen
  3. Schnelle Anwendungsentwicklung durch Low-Code-Techniken
  4. Systemprogrammierung mit modernen Hochsprachen
  5. Integrierte Funktionen für Datenanalyse und Künstliche Intelligenz vor Ort
  6. Zusammenspiel mit dem Digitalen Zwilling der Anlage
  7. Modulare Automationslösungen (MTP)
  8. OPC UA und MQTT als universale Kommunikationsmittel

Neue Automatisierungswelt erfordert ein neues Engineering

Mit dieser neuen Rolle der SPS verändern sich auch die Anforderungen an die Engineering-Werkzeuge für Automatisierungssysteme. Natürlich werden Steuerungs- und IO-Konfiguration, die Programmierung der Steuerungsapplikation mir IEC61131-3 und die Konfiguration der Feldbusse weiterhin die Grundlage vieler Steuerungsapplikationen bilden. Aber diese Kernfunktionen müssen ergänzt werden durch neue Werkzeuge, die auch ein effizientes Engineering der oben beschriebenen Technologieoptionen ermöglichen. Alte und neue Automatisierungswelt müssen effizient und auf eine für den Anwender nützliche und nachvollziehbare Weise miteinander verknüpft werden, um den maximalen Nutzen zu generieren.

Vom Engineeringsystem zum Expertensystem

Die Aufgabenstellung wird noch anspruchsvoller, wenn man berücksichtigt, dass beim Engineering maximale Flexibilität mit größter Einfachheit verbunden werden muss, und dies idealerweise nicht nur auf dem klassischen Windows-PC, sondern mehr und mehr auch webbasiert im Browser und auf mobilen Geräten.

Auch die möglichen Nutzerkreise werden immer heterogener und bedürfen einer möglichst individuellen Tool-Unterstützung. Das Engineering-System wandelt sich dabei mehr und mehr zum Expertensystem, das den Anwender bei der Gestaltung seiner branchenspezifischen Lösung aktiv unterstützt und anhand der erfassten Anforderungen gleich den passenden Code für das Zielsystem basierend auf vorhandenen Bibliotheken generiert.

Integrierte Multi-Tool-Workflows statt Monster-IDEs

Die in der Vergangenheit oft angestrebte nahtlose visuelle Integration aller Werkzeuge in einer durchgängigen Engineering-Umgebung (Integrated Development Environment, IDE) ist angesichts der damit verbundenen Aufwände und Entwicklungsrisiken nicht immer das unumstrittene Ziel. Heute werden neuere, moderne Werkzeuge eher mit bereits vorhanden Legacy-Tools pragmatisch in einem konsistenten Workflow integriert. Der Trend geht zur losen Kopplung von spezialisierten Werkzeugen über dienstbasierte Aufrufschnittstellen und gemeinsame Datenbasen. Auch so lassen sich individuelle Nutzungsszenarien mit guter Usability gestalten.

M&M Software als Partner mit Erfahrung

Beim Entwurf und der Realisierung von solchen Engineering-Werkzeugen und Engineering-Workflows hilft M&M Software als erfahrener Partner, der nicht nur das erforderliche Spektrum an Technologie- und Anwendungswissen mitbringt, sondern auch auf fundierte Erfahrung bei der erfolgreichen Realisierung solcher Engineering-Systeme mit verschiedenen namhaften Kunden verweisen kann.

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